food cooperation: lebensmittel direkt vom bauernhof
Geschrieben von: markus rüegg   


Genossenschaft Les Jardins de Cocagne

food cooperation
lebensmittel direkt vom bauernhof

regionale selbstversorgung durch produzenten/konsumenten-gemeinschaften

ernärungs-suveränität wird in der krise existentiell. wie kommen wir zu unseren lebensmitteln, wenn die produkte der grossverteiler ungeniessbar (siehe codex alimentarius) werden oder die versorgung zusammen bricht? hier zwei texte die zeigen was hinter den kulissen geplant wird. das ganze ist auch ein paradebeispiel für desinformation:

Der »Codex Alimentarius«, dessen erste Bestimmungen zu Nahrungsergänzungsmitteln schon zum 31.12.2009 eingeführt werden, stellt eine außerordentlich tiefgreifende Beeinträchtigung der Selbstbestimmung und persönlichen Unversehrtheit des Menschen dar. Gesunde Lebensmittel zu sich zu nehmen und eine gesunde Lebensführung zu realisieren, werden ihm künftig fast unmöglich gemacht. Damit werden ein allgemeiner schlechter Gesundheitszustand und ernährungsbedingte Krankheiten noch weiter voranschreiten. Gleichzeitig werden sanfte Naturheilmethoden durch die Hintertüre abgewürgt. Zusätzlich werden die niedergelassenen Hausärzte mit persönlichen Beziehungen zu den Patienten ganz gezielt abgeschafft. Das hat Methode. (aus Kopp-Verlag)
Artgerechte Haltung des Menschen (Teil 1)
Die artgerechte Haltung des Menschen (Teil 2)
(Die Codex-Alimentarius-Kommission, ein gemeinsamen Gremium der Ernährungs-und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Vereinten Natione)


frische lebensmittel direkt vom bauernhof
eine konkrete möglichkeit für alle, sich besser zu vernetzen, sind
produzenten/konsumenten-gemeinschaften
(knospe / demeter / ip in umstellung).

was wir noch benötigen:
  • wir suchen produzenten, mit knospe oder demeter-lable und freien kapazitäten oder ip-bauern, die auf bio umstellen möchten. dafür gibt es umstellungsbeiträge.
  • depot: du stellst einen raum als depot / lager zur verfügung
  • geld/dahrlehen/investitionen: lebensmittel-versorgung ist die beste art, dein geld in etwas sinnvolles zu investieren, bevor es sich in luft auflöst. dazu ein guter grundlagen-text von veronika bennholdt-thomsen, subsistenz-intitut bielefeld: geld kann man nicht essen! zur verfügung gestellt von: www.bioforumschweiz.ch
  • handwerker: die treibhäuser müssen noch ausgebaut werden
  • pc-supporterIn: website einrichten, es gibt immer wieder probleme rund um den pc
  • freiwilligen-arbeit: es wird viel auf gegenseitiger hilfe beruhen.
  • journalisten/werber/grafikerInnen: es braucht öffentlichkeit
  • autofahrer: du übernimmst eine tour für den paket-versand
  • zeit-tausch-system: geben und nehmen soll im gleichgewicht sein. eine zeit-börse eignet sich hierzu besonders gut.
  • netzwerk-arbeit: es geht auch um sozialen / politischen zusammenhalt. du organisierst treffen, tausch-börsen, aktionen
  • gibt es eine produzenten-konsumenten-vereinigung bei dir?
  • alles zu weit weg? warum nicht ein projekt in deiner region? ich helfe dir dabei.

was wir bieten:
  • StadtLandNetz: lebensmittel direkt vom bauernhof
  • konsum: du holst deine lebensmittel im depot in deiner nähe
  • versand: du abonnierst ein lebensmittel-paket
  • aktive interessentInnen haben vorteile:
    mitreden, -gestalten, -entscheiden, -tragen
  • angebots-jahresplan von daniel köppel
  • ein muster-budget
  • flyer a5 farbig
  • flyer a5 s/w

starte mit einem depot in deinem umfeld – rufe an oder schreibe ein mail.

suche in deiner region ein paar interessierte die mitmachen. dann brauchst du noch ein depot und schon kann es los gehen. ein depot kann etwas einfaches sein:

  • es braucht einmal pro woche für ca. 24H eine freie ecke von 1 – 2 m2
  • eine garage, ein schopf, ein fahrradraum, ein hauseingang, eine freie ecke im treppenhaus, ein gartenhaus, ein büro..
  • ideal ist natürlich ein befreundetes geschäft/ladenlokal im zentrum.
  • an einem bestimmten tag, z.b. freitag ab 12.00h sind die gemüse-taschen im depot und bis am samstag um 12.00H muss alles abgeholt sein..
  • wenn sich mehr als zehn beteiligen, kann man auch etwas kleines mieten
  • in einer garage lassen sich auf einfachen gestellen über 100 taschen deponieren
  • um den start zu erleichten könnten wir euch am anfang beliefern
  • dann helfen wir euch produzenten vor ort zu finden und ein tragfähiges netzwerk aufzubauen



hier ein paar beispiele:


ch: die ap 2011 des bundesrates zerstört die bäuerliche landwirtschaft
(eu: die situation in der eu ist noch schlimmer)
  • jedes jahr werden 5000 betriebe elinimiert
  • der selbstversorgungsgrad der schweiz ist bei 25%
  • rechnet man das erdöl mit, ist er bereits unter null
  • wenn wir nichts machen, wird uns von den agro-multis der boden unter den füssen weggezogen
  • die beste lösung finde ich auch im deutschen sprachraum möglichst viele vertrags-landwirtschafts-projekte zu starten

uniterre - neu auch in zürich und basel

UNITERRE fuer eine nachhaltige LandwirtschaftUNITERRE fuer eine nachhaltige Landwirtschaft

Vertragslandwirtschaft

Ernährungssouveränität sichern dank regionaler Produktion! Wir setzen uns ein für Qualität, faire Preise und direkten Kontakt zwischen Konsumenten und Produzenten. Uniterre unterstützt eine regionale Landwirtschaft, die den ProduzentInnen ein faires Einkommen sichert. Wir fordern eine Mengensteuerung im Milchmarkt statt die Produktion von Überschüssen.Uniterre glaubt, dass wir mehr Bäuerinnen und Bauern brauchen, nicht weniger.

Möschberg Erklärung
Zur Landwirtschaft von morgen...

siehe auch die kritik an dieser erklärung von ruedi berli, uniterre in der neuen ausgabe von kultur&politik 2/10, der zeitschrift des bioforums.

Mit der vorliegenden Erklärung wollen wir eine landwirtschaftliche Basisbewegung in Gang bringen, welche ausserhalb der neoliberalen Logik der heutigen Nahrungsproduktion nach Lösungen sucht.

Das grosse politische Stichwort heisst heute Ernährungssouveränität: Selbstbestimmung über die Versorgung mit Lebensmitteln. Doch der Landwirt in den Industrieländern kauft seine Kartoffeln, seinen Weizen, seine Rüben dem Acker mit Erdöl ab. Danach gehen 4 von 5 Ernährungskalorien vom Feld auf den Teller verloren. Trotzdem geschieht auf diesem Verarbeitungsweg eine finanzielle Wertschöpfung, kostet doch der Kartoffelchip weit über das 100-fache des Ausgangsprodukts Kartoffel. Ernährungsmässig findet aber ein krasser Wertverminderungsprozess statt. Genau betrachtet ist der schweizerische Selbstversorgungsgrad mit Lebensmitteln tiefer als Null.


hier noch weitere informationen zu diesem thema.
  • einen sehr guten text, wie ein food coop funktioniert (genf, therwil, BL) und weitere links findest du in der woz: artikel in der WOZ
  • neustart schweiz: zum thema food coop / CSA / regionale vertragslandwirtschaft als PDF
  • in der westschweiz gibt es schon einige. einer in genf, von der bauerngewerkschaft uniterre: fünf produzenten versorgen 400 konsumenten! "dank vertraglichem wirtschaften (keine handelsspanne muss an händler abgetreten werden) ist dieses sozial faire und nachhaltige system auch wirtschaftlich sehr effizient und kostet die konsumenten weniger als die produktion aus den regalen der grossverteiler. ..." (aus "partnerschaft zwischen bauern und konsumenten" von ruedi berli, sekretär der bauerngewerkschaft uniterre, in kultur und politik 3/09)
  • was ist community supported agriculture CSA?
  • weitere informationen zu CSA findest du hier:
    erzeuger-verbraucher-gemeinschaft in deuschland
    (aus kurskontakte 140)
  • bilanztrick bei der selbstversorgung – noch 25 prozent der lebensmittel entstehen im eigenen land andreas bosshard

  • Agrarmisere und Schuldenfalle: Auswege, Alternativen und neue Marktstrategien. Von Walter Kothe und Michael Born (2009)
    Immer mehr Landwirte kommen dieser Tage in ernste Schwierigkeiten. Die Erträge, die der Hof abwirft, decken oft nur noch die Betriebskosten. Manchen droht inzwischen sogar der
    Verlust des gesamten Hofes durch Überschuldung.


food coop
eine konkrete möglichkeit für alle, sich besser zu vernetzen.
hier ein paar argumente, die für dieses projekt sprechen:

  1. ernärungs-souveränität: es ist ein schritt in richtung unabhängigkeit.
  2. erhaltung der kleinbäuerlichen landwirtschaft - statt agro-multis
  3. sicherheit für produzenten durch jahresverträge - risiko teilen
  4. gemeinschaft: kleine überschbare netzwerke wo jedeR jeden kennt werden in zukunft sozial und politisch immer wichtiger werden.
  5. preispolitik - eine sehr erfreuliche botschaft:
    • in genf bezahlt eine familie sfr. 1000.--/jahr
    • sie bekommt jede woche ca. 4-5 kg salat/gemüse/früchte
    • bei 4kg/woche und 48 lieferungen sind das sfr. 5.20 pro kg
    • d.h.tiefere preise als konventionelle produkte der grossverteiler
    • trotzdem gute preise für die produzenten
    • einheitslohn von sfr. 4000.-- netto für alle angestellten
    das wird möglich durch:
    • ausschalten aller handes-margen
    • die kosumenten arbeiten 3-4 nachmittage/jahr mit (ernte)
    • die konsumenten übernehmen den vertrieb zu den depos
  6. qualität der lebensmittel die wir selber produzieren nimmt zu:
    • weniger hybrid-sorten
    • alte sorten werden wieder angebaut
    • mehr vitalstoffe/aroma/spurenelemente usw.
    • frischer, durch kürzere transportwege
  7. selbstversorgung alleine ist schwierig
    mit anderen zusammen ist viel mehr möglich
  8. gegenseitige hilfe: in diesem allgemeinen chaos, das in den nächsten jahren auf uns zu kommt, ist ein soziales netzwerk in nächster nähe gold wert.
  9. gold kann man/frau nicht essen, unsere lebensmittel aber schon
  10. sicherheit: je chaotischer die zustände, je existentieller ist ein freundeskreis um sich zu schützen
  11. die qualität der lebensmittel des normalen marktes nimmt ab:
    • eu-bio: aufweichung der bio-qualität
    • welthandel: zerstört die kleinräumigen strukturen, liefert immer schlechtere qualität, es geht immer mehr richtung industrie-produktion
    • konzerne: versuchen den markt zu monopolisieren
      bei samen haben sie ein fast-monopol
    • pharma/chemi-lobby: versuchen mit allen mitteln den gen-food durchzudrücken
    • codex alimentarius: über internationale organisationen sollen katastophale standarts weltweit eingeführt werden

lebensmittel-netzwerk: food cooperation
meine neue dienstleistung: ich helfe dir deine individuellen vorräte zusammenzustellen. ein food coop ist so etwas wie eine einkaufsgemeinschaft. alle mitglieder profitieren von den günstigen einkaufspreisen. rufe an oder sende ein mail.

vorrat anlegen: guter rat - notvorrat
die einfachste und schnellste möglichkeit, sich auf eine krise grösseren ausmasses vorzubereiten ist einen grösseren vorrat an gut lagerfähigen trockenprodukten zuzulegen. niemand weiss, was bei einem zusammenbruch unseres finanzsystems passiert: gibt es vorsorgungsengpässe, keinen oder weniger import, steigen die peise in den himmel (hyperinflation), werden die lebensmittel rationiert?

auf jeden fall ist es besser jetzt vorzusorgen als später bei der suppenküche anzustehen. wir helfen dir/euch dabei, ein vorrat an lange haltbaren lebensmitteln anzulegen. wir beziehen die lebensmittel direkt vom bauern (getreide) oder vom grossisten (trockenprodukte). wir beraten dich/euch und stellen ein individuelles sortiment zusammen - je nach dem, wie lange dein vorrat reichen soll. hier eine ungefähre schätzung:

vorrat trockenprodukte für ca. 1 jahr
für eine person sfr. 1000.--
für zwei personen sfr. 2000.--
für familie 2 erw. 2 kinder sfr. 3000.--

lagerung
kunststofffässer: wasser- und mottendicht (keller, schopf, garage) 30 liter
kartonfässer: nur für absolut trokenen lagerraum (estrich) versch. grössen

preise
werde mittglied unserer food cooperation: mitgliederbeitrag sfr. 50/100.- je nach einkommen. wir geben alle lebensmittel zu sehr günstigen konditionen an alle mitglieder weiter. wir verrechnen lediglich die zeit die deine bestellung braucht, nach möglichkeit zu dem stundenansatz, der deinem einkommen entspricht.

von der website der attac-bern 15.09.2009:
Projekt Regionale Vertragslandwirtschaft Bern

Primär geht es bei der regionalen Vertragslandwirtschaft darum, die grundlegende Funktion der Landwirtschaft - die Bevölkerung zu ernähren - sowohl an den Bedürfnissen der Gesellschaft auszurichten als auch den BäuerInnen faire Einkommen zu garantieren.

Hauptziele umfassen Folgendes:

  • saisonale, regionale und gentechfreie Produkte
  • faire Preise für ProduzentInnen
  • Produktequalität vor Produktemenge
  • Vernetzung zwischen ProduzentInnen und KonsumentInnen
  • Soziale und ökologische Nachhaltigkeit
  • Verwertung der gesamten Produktion (keine Überschüsse)
  • Konkrete ökonomische Alternative zur Agrarpolitik 2011
  • Weiterentwicklung der kleinbäuerlichen Betriebe

Zur Umsetzung dieser Ziele schliessen ProduzentInnen und KundInnen untereinander einen Vertrag ab der festlegt, zu welchem Preis und in welcher Regelmässigkeit Lebensmittel geliefert werden sollen.
Menge, Qualität (Produktionsart), Lieferungsrhythmus und gemeinsam getragenes Produktionsrisiken sind dabei so geregelt, dass sowohl den BäuerInnen als auch den KundInnen ein fairer, im Voraus fixierten Preis für saisonale, regionale und gentechfreie Produkte gewährleistet wird.









 
Besuch der Genossenschaft COCAGNE in Bernex GE
Geschrieben von: Autorinnen und Autoren   
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